by Matthias Jacob Schleiden (1804 - 1881), as Ernst
Die Blumen vergehen, der Sommer ist hin
Language: German (Deutsch)
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Die Blumen vergehen, der Sommer ist hin, Die Blätter verwehen. Das trübt mir den Sinn. Ein Röslein, das bracht' ich im Sommer ins Haus, Es hält ihn, so dacht' ich, den Winter wohl aus. Die Vögelein sangen, es lauschte der Hain, Die Rehlein, sie sprangen im Mondenschein, Der Blümlein so viel hier erblühten im Tal, Von allen gefiel mir das Röslein zumal. Der Herbst ist gekommen, der Sturm braust heran, Die Luft ist verglommen, der Winter begann. Gern wollt' ich nicht klagen um Stürme und Schnee, Könnt's Röslein ertragen das eisige Weh! O schon' mir die Zarte, das liebliche Kind, Die Eiche, die harte, umbrause du, Wind! Blüh', Röslein, ohn' Bangen, von Liebe bewacht, Bis Winter vergangen und Mai wieder lacht!
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Text Authorship:
- by Matthias Jacob Schleiden (1804 - 1881), as Ernst [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by (Joseph) Anton Bruckner (1824 - 1896), "Herbstkummer", WAB. 72 (1864) [ voice and piano ] [sung text not yet checked]
- by Charlotte von Bülow (1817 - 1908), "Röslein im Winter", published 1870 [ voice and piano ], from Zwei Lieder, no. 1, Berlin, Bote und Bock [sung text not yet checked]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2015-12-29
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