by Johann Nepomuk Vogl (1802 - 1866)
Ein Mühlrad hör' ich gehen
Language: German (Deutsch)
Ein Mühlrad hör' ich gehen In einsam stiller Nacht, Wenn Frühlingslüfte wehen, Im Sturm die Eiche kracht. Ich hör' es klappern, sausen, Mit ewig gleichem Schall, Ich hör' es donnern, brausen. Im wildbewegten Fall. Mir ist, als zürn' die Welle In ihrem raschen Gang, Daß ich noch nicht zur Stelle Wie sonst am Felsenhang. Daß nicht mein Lied begleitet, Wie vormals, ihr Gebraus, Und nur der Müller schreitet Gleichgiltig ein und aus. O Mühle, liebe Mühle, Bei dir wohl wär' ich gern, Bei deinem Bächlein kühle, Das mir nun fließt so fern. Doch ach, wer weiß, o Mühle, Ob wir uns jemals seh'n: Im regsten Fluthgewühle Bleibt oft ein Mühlrad steh'n.
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Text Authorship:
- by Johann Nepomuk Vogl (1802 - 1866), no title, appears in Neueste Dichtungen, in Mühlenlieder, no. 5 [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by (Joseph) Joachim Raff (1822 - 1882), "Zweites Müllerlied", op. 98 no. 15 (1855-63), from Sanges-Frühling, no. 15. [text not verified]
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2011-02-08
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