by Franz Evers (1871 - 1947)
Nacht
Language: German (Deutsch)
Die Sterne sind so hell, so hell; Nun leuchten meine Lande. Die Sonne glühte gar zu grell, Nun ward die Nacht mein Weggesell, Nun leuchten meine Lande, Leuchten in stiller Pracht. Nehmt ihr den Tag mit seiner Hast Und seiner harten Frohne. Die ihr des Schaffens Grund nicht fasst, Nehmt ihr den heissen Tag und lasst Mir meine Sternenkrone, Meine Krone der Nacht. Und geht ihr euern breiten Weg, Ich schreite wie ein König. Und was ich tief im Herzen heg, Das leuchtet mir auf meinen Weg. Ich schreite wie ein König Zu meiner Königin. Die Nacht ist weit, die Nacht ist tief, Von ungebornem Leben. Was seit Jahrtausenden schon schlief, Und was die Sonne noch nicht rief, Das ungeborne Leben: Leben, ich grüsse dich.
Confirmed with Franz Evers, Königslieder, Leipzig: Verlag "Kreisende Ringe" (Max Spohr), 1894. page 12.
Text Authorship:
- by Franz Evers (1871 - 1947), "Nacht", appears in Königslieder, Leipzig: Verlag 'Kreisende Ringe' (Max Spohr), first published 1894 [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Felix Paul Weingartner (1863 - 1942), "Nacht", op. 51 no. 10 (1910), from Abendlieder, no. 10 [sung text not yet checked]
Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2019-01-15
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