by Christoph August Tiedge (1752 - 1841)
Der Winter ist vergangen
Language: German (Deutsch)
Der Winter ist vergangen, der Regen ist dahin, und Wiesenblumen prangen zum Kranz der Schäferin. Schon wird, den Hain durchirrend, die Turteltaube laut, die liebend girrt, und girrend das Nest der Liebe baut. Schon treibt die von den Toten erstand'ne Lebenskraft im Feigenbaume Knoten, die Ranke trieft von Saft. Sie duftet in die Laube den Wohlgeruch hinein; komm, Freundin, süße Taube, komm in den Rebenhain! Lass unter frohen Chören von Wald- und Feldgetön mich deine Stimme hören und deine Schönheit seh'n! Denn lieblich sind die Töne, wenn deine Stimme schallt, und hold ist deine schöne, sanft lächelnde Gestalt.
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Text Authorship:
- by Christoph August Tiedge (1752 - 1841), appears in Elegien und vermischte Gedichte, in Vermischte Gedichte, in Salomonische Lieder [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Hans Huber (1852 - 1921), "Der Winter ist vergangen", op. 88 (Neun dreistimmige Frauenchöre mit Pianofortebegleitung) no. 5, published 1886 [ three-part women's chorus and piano ], Leipzig, Kistner [sung text not yet checked]
- by Conradin Kreutzer (1780 - 1849), "Lied", op. 22 no. 1, KWV 9102 no. 1, published [1822] [ voice and piano or harp ], from Drei Salomonische Lieder, no. 1, Bonn u. Köln: Simrock [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2020-03-26
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