by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)
Mailied
Language: German (Deutsch)
Empfangt den Mai mit Blumen, Er ist so schön und fein, Bekränzet Thür und Fenster Und ladet ihn fröhlich ein; Bereitet ihm die Wege Und schmücket ihm das Haus, Und treibet aus euren Herzen Nun alle Sorgen aus. Ja in die Herzen lasset Einzieh'n den seligen Mai Und denkt, daß ihm die Liebe Die liebste Blume sei, Die Liebe, die von Herzen Beständig ist und treu, Denn Treue nur erhält sie Stets maienfrisch und neu. Was wäre die schönste Rose Erfüllte sie nicht die Luft Mit ihres süßen Hauches Balsamischem Blüthenduft? Was wäre wohl die Liebe Wenn nicht ein treu' Gemüth Ewig die Wonne bewahrte, Die einmal ihm erblüht?
Confirmed with Gedichte von Wilhelm Osterwald, Dritte umgearbeitete und vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von F. G. C. Leuckart (Constantin Sander), 1873, page 96.
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Text Authorship:
- by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887), "Mailied", appears in Gedichte, in 1. Erstes Buch: Lieder, no. 88 [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Robert Franz (1815 - 1892), "Mailied", op. 24 (Sechs Lieder für gemischten Chor) no. 5, published 1856 [ mixed chorus ], Leipzig, Whistling [sung text not yet checked]
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